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Erfolgsfaktoren innovativer Unternehmen

Technologische Innovationen und fortschreitende Globalisierung prägen in unserer Zeit das Geschehen vor allem grosser Unternehmen nachhaltig.

Diese Internationalisierung betrifft jedoch in zunehmendem Masse auch kleinere und mittlere Unternehmen, da sich die Bedürfnisse ihrer Kunden den steigenden internationalen Anforderungen der Märkte ebenfalls anpassen. Um diesen neuen Herausforderungen gerecht zu werden, gewinnt ein erfolgreiches Innovations-Management und -Marketing für neue Produkte und Dienstleistungen sowie für Prozesse und Services auch bei KMUs immer mehr an unternehmerischer Bedeutung.

Innovation - das Lebenselixier für Unternehmen
Schlagworte wie Null-Wachstum, Konsumzurückhaltung oder Krise Werkplatz Schweiz prägen die Diskussion in vielen Unternehmen. Dies führt mit dazu, dass sie ihre bestehenden Geschäfte mit Programmen zur Restrukturierung und Konstensenkung gesund schrumpfen wollen. Perfektion der Mittel und Konfusion der Ziele kennzeichnen unternehmerisches Handeln. Das eigentliche Ziel, nämlich etwas Neuartiges erfolgreich zu unternehmen, um zukünftig erfolgreiche Geschäfte zu realisieren, ist dabei leider zu häufig aus dem Fokus des Management verschwunden.

Das Beharrungsvermögen vieler Manager steht nicht im Einklang mit dem dynamischen Unternehmertyp, welcher immer wieder beharrlich versucht, mit erfolgreichen Innovationsideen seine Organisation weiter zu entwickeln und deren Existenz langfristig zu sichern. Erfolgreiches Innovations-Management setzt an den Wurzeln unternehmerischen Handelns an. Das bedeutet erstens die Bedürfnisse der zukünftigen Kunden rechtzeitig zu erkennen, zweitens die richtigen Antworten in Form von kundengerechten Problemlösungen zu finden und drittens diese in Form von neuartigen Marktleistungen schneller und qualitativ besser als die Konkurrenz im Markt einzuführen und umzusetzen.

Erfolgreiche Innovatoren
Analysiert man wachstums- und renditestarke Firmen, stellt man fest, dass diese ihre Chancen zur Innovation schneller erkennen und konsequenter danach agieren. Unternehmen, die sich als Innovatoren charakterisieren lassen - in der Schweizer Wirtschaft lassen sich rund 25% der Unternehmen als Innovatoren, 50% als Mitläufer und Anpasser sowie 25% als Verteidiger charakterisieren - sind bei folgenden Erfolgsdeterminanten überlegen: sie weisen eine doppelt so hohe Umsatzrendite auf wie die Verteidiger, ihr Umsatzwachstum liegt wesentlich über dem der Anpasser und der Verteidiger, sowie ihre Neuprodukterate ist doppelt so hoch wie die der Verteidiger.

Der Innovator nimmt also vor allem die Pionierrolle bei der Einführung neuer Produkt- und Prozessideen ein. Er schöpft das Innovationspotenzial wesentlich besser aus als weniger innovative Unternehmen. Innovative begnügen sich nicht mit Nachahmungen und Routine-Innovationen, sondern zeichnen sich durch die Umsetzung einer aktiven Innovationspolitik geprägt durch radikalere Innovationen mit höherem unternehmerischem Risiko aus. Sie geben im Rahmen ihrer Ressourcen-Möglichkeiten auch neuartigen Ideen, die nicht nur kurzfristige Rentabilität versprechen, sondern einen wesentlichen Beitrag zur Schliessung ihrer strategischen Lücken zu leisten versprechen, eine echte Realisierungschance.
 
Erfolgsfaktoren im Innovations-Management und -Marketing
Erfolgreiche Unternehmen im Innovations-Management und -Marketing unterscheiden sich von weniger erfolgreichen vor allem darin, dass sie den sogenannten weichen Faktoren wie "Unternehmenskultur", "Führungstil", "HR-Management" und "Kommunikation" eine wesentlich grössere Bedeutung beimessen als den harten Faktoren wie "Strukturierung der Entwicklungsprozesse", "Aufbauorganisation" oder "Einheitlichkeit im Projektmanagement". Informelle Kontakte und offenes Kommunikationverhalten sollten im gesamten Unternehmen sowie gegenüber Kunden und externen Partnern stets gefördert werden. Interdisziplinäre und cross-funktionale Zusammenarbeit sowie gezielter Einbezug zukünftiger Anwender in den Innovations-Prozess sind anzustreben.

Innovationen verlangen kreative und querdenkende Mitarbeitende, die im Rahmen eines innovationsorientierten HR-Management zu qualifizieren sind. Sie entwickeln sich und gedeihen nur in einer innovationsfördernden Unternehmenskultur, die sich durch Fehlertoleranz, geistige Freiräume und einen hohen Stellenwert für neuartig Realisiertes charakterisiert und die vom Unternehmer mit Leadership langfristig unterstützt wird.

Innovation ist erst dann erreicht, wenn der Kunde oder Partner  "Super" schreit!

Der Autor
Dr.
Paul Frauenfelder

Fachbeirat: Innovationsmanagem
ETH Zürich
Link-Tipps
Buch Empfehlung

Innovationsmanagement
in der Industrie

Manfred König, Rainer Völker
ISBN 3-446-21988-9
2002 Carl Hanser Verlag München Wien

Innovationsmanagement
Von der Produktidee zur erfolgreichen Vermakrtung

Dietmar Vahs, Ralf Burmester
ISBN 3-7910-2008-0
2002 Schäffer Poeschel Verlag Stuttgart

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